Ein wichtiger Teil der Bildgestaltung ist die Art, in welcher Perspektive das Motiv abgebildet werden soll. Hier will ich kurz auf die drei wichtigsten Grundperspektiven eingehen.

Normalperspektive

Bei der Normalperspektive (auch Frontalperspektive oder Zentralperspektive genannt) befindet sich das Kameraobjektiv mit dem Motiv in einer horizontalen Ebene.Diese Perspektive entspricht unserem normalen Sehempfinden, wenn wir unserem Gesprächspartner in die Augen sehen. So wird diese Perspektive sehr häufig bei Portraits benutzt. Bildpsychologisch befindet man sich in der Wahrnehmung auf Augenhöhe und fühlt sich dem Motiv ebenbürtig.

Froschperspektive

Bei der Froschperspektive befindet sich das Kameraobjektiv unter der horizontalen Ebene des Motivs, der Betrachter des Bildes blickt quasi nach oben.

Bildpsychologisch verwendet man diese Darstellung häufig, wenn etwas bedrohlich oder dem Betrachter überlegen wirken soll, denn durch die gewählte Perspektive fühlt man sich dem Motiv unterlegen, da man zu ihm aufblicken muß.

Vogelperspektive

Bei der Vogelperspektive befindet sich das Kameraobjektiv über der horizontalen Ebene des Motivs, und der Bildbetrachter sieht auf das Motiv hinab.

Das dargestellte Motiv wirkt klein und verloren, bildpsychologisch fühlt man sich dem Motiv überlegen. Der Betrachter sieht von oben auf das Motiv herabsieht, was den Effekt hat, die psychologische Position des Betrachters zum Motiv zu erhöhen.