Kreative Photographie – Teil 13: Die künstlerischen Grundlagen

Nach den ganzen technischen Grundlagen (wobei ich mich bemüht habe, diese auf das Nötigste zu beschränken), kommen wir nun zu den künstlerischen Grundlagen. Und keine Angst, viel Theorie ist es nicht mehr! Ich denke, es reicht, sich auf drei Kernbereiche für das nötige Handwerkszeug zu beschränken, den Bildaufbau, die Bildgestaltung und der Goldene Schnitt.

Bildaufbau

Das Geheimnis eines guten Fotos ist es, den Betrachter auf das wesentliche zu lenken und somit seinen Blick zu führen. Beim Bildaufbau müssen wir also „nur“ beachten, daß das Auge von bestimmten Elementen angezogen wird und gemäß unseren Sehgewohnheiten Linien folgt. Ein nach diesen simplen Regeln aufgebautes Bild wirkt somit insgesamt stimmiger und somit „besser“.

Je erfahrener wir im Bildaufbau werden, desto eher gelingt es uns, Bewegung darzustellen, da die Bildkomposition Dynamiken im Foto erzeugt, die beim Betrachter einen bestimmten Eindruck hinterlassen. Und je besser wir in dieser Disziplin werden, umso eher wird es uns gelingen, unsere gewünsche Aussage zu transportieren.

Helle Stellen, starke Kontraste, Buchstaben und Gesichter ziehen den Blick an, Linien führen den Blick in eine bestimmte Richtung, homogene Flächen dagegen bieten dem Blick kaum Halt und lassen ihn ins Leere laufen. Eine heller Fleck im Foto wird den Blick also unweigerlich anziehen, und verbunden mit einer klaren Linienführung, die unsere Sehgewohnheiten unterstützt (wir sind es gewohnt, von links nach rechts zu lesen), sollte es uns leicht fallen, den Blick des Betrachters nach unseren Wünschen zu lenken.

Bevor wir jedoch weiter in den Bildaufbau einsteigen, nehmen Sie sich die Zeit und analysieren Sie für sich einmal die Fotos, die Ihnen besonders gefallen. Was fängt als erstes den Blick ein, wohin wandert er dann weiter im Bild und warum ist das so?

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